Tipps für Spiroergometrie
Wo kann man eine Spiroergometrie machen, was kostet sie, wie bereitet man sich vor, und wie geht es selbst mit portablem Equipment.
Spiroergometrie (auch kardiopulmonale Belastungstestung oder CPET) kombiniert Spirometrie (Messung der Atmung) mit Ergometrie (Messung der Arbeitsleistung). Sie misst VO2, VCO2, RER, ventilatorische Schwellen und abgeleitete Metriken wie FatMax und VO2max. Ob im Labor oder selbst durchgeführt - hier ist, was du für zuverlässige Ergebnisse wissen musst.
Wo kann man eine Spiroergometrie machen?
Sportmedizinische Praxen und Universitätskliniken sind die häufigsten Anlaufstellen für Spiroergometrie. Viele Städte haben spezialisierte Leistungsdiagnostik-Zentren, die Tests für Sportler anbieten. Die Kosten liegen typischerweise bei 100-300€ pro Sitzung je nach Protokoll und Analysetiefe. Einige Optionen: Sportmediziner (oft von der Krankenkasse übernommen, wenn medizinisch indiziert), Hochschul-Sportinstitute (oft günstiger, manchmal für Forschungsstudien genutzt), private Leistungsdiagnostik-Labore und Coaching-Zentren (schnellste Termine, radsportspezifische Setups mit eigenem Rad), und Physiotherapie-Praxen mit Stoffwechseltest-Equipment. Der Nachteil von Laborbesuchen: man wird typischerweise nur ein- bis zweimal pro Jahr getestet, der eigene Powermeter ist nicht integriert, und man wartet Tage auf Ergebnisse.
Wie bereitet man sich für zuverlässige Ergebnisse vor?
Der häufigste Grund für ungültige Spiroergometrie-Ergebnisse ist schlechte Vorbereitung - nicht die Equipment-Qualität. Halte dich an diese Regeln: Kein hartes Training 24-48 Stunden vor dem Test. Leichte Mahlzeit 2-3 Stunden vorher (vermeide fettreiche oder ballaststoffreiche Kost). Kein Koffein 3 Stunden vorher (verschiebt RER und Herzfrequenz). Ausreichend hydriert sein, aber nicht übertrinken. 15 Minuten früher da sein und Hetze vermeiden. Radkit tragen und eigene Schuhe/Cleats mitbringen. Für Wiederholungstests: zur gleichen Tageszeit testen, mit der gleichen Vorbereitungsroutine, und idealerweise in der gleichen Woche des Trainingszyklus. OpenSpiro enthält Vorbereitungs-Checklisten mit all diesen Schritten integriert, damit nichts vergessen wird.
Wie oft testen - und warum DIY alles verändert
Die meisten Experten empfehlen Spiroergometrie alle 8-12 Wochen während strukturiertem Training, und immer nach größeren Trainingsphasen-Wechseln (Grundlage zu Aufbau, Aufbau zu Wettkampf). Vor einem A-Wettkampf hilft ein Test 3-4 Wochen vorher beim Feintuning von Pacing und Ernährung. Nach Krankheit oder Verletzung bestätigt ein Follow-up-Test, dass man wieder auf Ausgangsniveau ist. Das Problem: bei 150-300€ pro Laborbesuch kosten 4-6 Tests pro Jahr 600-1800€ und erfordern Wochen Vorlauf. Portable VO2-Analyzer wie Calibre Bio oder VO2Master kombiniert mit OpenSpiro verändern diese Gleichung komplett. Man bekommt geführte Testprotokolle mit individuellen Wattschwellen angepasst an das Fitnessniveau, automatische Stufenprogression und Echtzeit-Validitätsüberwachung. Powermeter und Smarttrainer sind nativ integriert - kein manuelles Zusammenführen von Daten. Monatlich testen, nach jedem Trainingsblock, oder vor jedem Wettkampf. Für Trainer mit mehreren Athleten werden regelmäßige Tests praktikabel statt ein Zweimal-pro-Jahr-Event.
Quellen & weiterführende Literatur
- ATS/ACCP Statement on Cardiopulmonary Exercise Testing — Am J Respir Crit Care Med 2003
- Comparison of portable vs. stationary metabolic analyzers — Macfarlane DJ, Sports Med 2017